Ensemble von fünf Vasen
© SKD, Foto: Herbert Jäger
Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, bleiben die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bis einschließlich 20. April 2020 geschlossen.

Zauber der Zerbrechlichkeit. Meisterwerke europäischer Porzellankunst

Mit dieser einmaligen Ausstellung wird ein lebhaftes Bild des europäischen Porzellans im 18. Jahrhundert gezeichnet. Dem Besucher erschließt sich so der gesamte Kosmos europäischen Porzellans von den höfisch-eleganten französischen über die englischen Porzellane, bis hin zu den deutschen und italienischen Porzellanen mit ihren kräftigen Farben und Formen. Für diese Schau der Extraklasse wurde das Ephraim-Palais in ein zauberhaftes `Porzellan-Schloss` verwandelt. Eingebettet in einen internationalen Kontext gelangen dabei auch gesammelte Meisterwerke der berühmtesten Berliner Manufaktur, der KPM, zu besonderer Strahlkraft.

  • Ausstellungsort Stadtmuseum Berlin, EphraimPalais
  • Laufzeit 09.05.2010—29.08.2010

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Mit der Sonderausstellung feiern die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Berlin das Jubiläum der Herstellung von Hartporzellan in Europa. Die Ausstellung - in Zusammenarbeit mit der Stiftung Stadtmuseum Berlin – zeigt rund 500 Objekte, darunter rund einhundert Porzellane aus dem Bestand der Porzellansammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Porzellane der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin aus dem Bestand des Stadtmuseums Berlin sowie Leihgaben aus dem Rijksmuseum Amsterdam, der Eremitage in St. Petersburg und dem Musée national du Céramique in Sèvres komplettieren die Ausstellung.

Amphorenvase mit Darstellung der Höfe im Stadtschloss Berlin
© KPM Berlin Stadtmuseum
Amphorenvase, bebildert: Höfe im Stadtschloss, Berlin, um 1832-37 Porzellan, Muffelfarben, H: 63,0 Dm: 31,2

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Die Ausstellung stellt Meissener Porzellan® in den Kontext der europäischen Porzellankultur. Besondere Aufmerksamkeit liegt deshalb auf den Meisterwerken der anderen europäischen Manufakturen. Jede der etwa 50 Manufakturen wird mit herausragenden Objekten vorgestellt. Dabei wird das für die eigene Produktion Spezifische ebenso gezeigt, wie die alle Erzeugnisse verbindenden Elemente einer gemeinsamen Tradition. Damit wird sowohl die Ausstrahlung von Meissener Porzellan® auf die Produkte der anderen Manufakturen, als auch der Einfluss der anderen europäischen Manufakturen auf die sächsischen Produkte nachvollziehbar.

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August der Starke hatte in Meißen vor genau 300 Jahren die erste Hartporzellanmanufaktur auf europäischem Boden etabliert. Meissener Porzellan® war schnell unverzichtbares Statussymbol der europäischen Fürstenhäuser geworden. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts war die Meissener® Manufaktur europaweit Ideengeber für die Porzellangestaltung, hier wurden Standards für die Tisch- und Tafelkultur sowie das gesamte Repertoire an Formen und Dekoren festgelegt. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts folgte ein Boom der Porzellanherstellung, neu entstandene Produktionsstätten stellten eine ernst zu nehmende Konkurrenz für Meißen dar. Sie emanzipierten sich von Meissen®, beschritten innovative Wege. Meissen® büßte allmählich seine Vorherrschaft zugunsten von Berlin und Sèvres ein, die die Führungsrolle in Europa übernahmen.

Hahn aus Porzellan
© SKD, Foto: Herbert Jäger
Johann Joachim Kaendler, Hahn, 1732 Johann Joachim Kaendler

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Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im E. A. Seemann Verlag Leipzig: „Zauber der Zerbrechlichkeit. Meisterwerke europäischer Porzellankunst“ von Ulrich Pietsch und Theresa Witting. (Hg.) zum Preis von 49,90 Euro.
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Katalog

Die Publikation zur Sonderausstellung

Zauber der Zerbrechlichkeit

Meisterwerke europäischer Porzellankunst (19,95 €, ISBN 978-3-86502-237-0), Englisch (ISBN 978-3-86502-247-9)

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