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Im Zuge der Chinamode war Europa besessen von Porzellan. August der Starke kannte als einziger das Geheimnis seiner Herstellung. 1710 gründete er die erste europäische Porzellanmanufaktur in Meißen und machte das exotische Material zu seinem Alleinstellungsmerkmal. Von den tausenden Stücken aus China, Japan und Meißen, die er zusammentrug, sind die schönsten und bedeutendsten heute im Dresdner Zwinger zu sehen.
Zur Ausstellung
Albertinum, Gemäldegalerie Alte Meister, Kupferstich-Kabinett, Porzellansammlung
Die digitale Tour für Smartphone und Tablet
Es ist die „maladie de porcelaine“, die Sucht August des Starken nach dem weißen Gold, die seine legendäre Porzellansammlung zur größten und schönsten in ganz Europa werden ließ. Bis heute begeistert sie Liebhaber und Gäste aus aller Welt.
Das Japanische Palais besitzt vierzehn Säle voller chinesischer und sächsischer Porzellane. Man würde meinen, es gäbe genug, um das ganze Land damit auszustatten. Und doch sagen sie hier mit wichtiger Miene, dass noch 100.000 Porzellane mehr benötigt würden, um dieses eine Schloss wie geplant damit auszuzieren.Bericht des englischen Reisenden Jonas Hanway von 1753
Hat nicht Sachsen unter der weisen Regierung Augusti den Chinesischen Reiche den Rang abgelauffen, und es mit Verfertigung des Porcellains so hoch gebracht, daß andere Nationen darüber erstaunen müssen?Nachruf auf August den Starken von 1733
Das ehemalige Schloss der Markgrafen von Meißen ist heute für die Fertigung des sächsischen Porzellans bestimmt, dessen Ruhm sich innerhalb weniger Jahre in ganz Europa verbreitete und das fraglos das Porzellan aus Fernost bei weitem übertrifft – sowohl in Schönheit als auch in Kunstfertigkeit.Reisebericht des englischen Geistlichen Jeremiah Milles von 1736