Hippomenes

Die Porzellanfigur des Hippomenes‘ wurde 2010 von der Porzellansammlung Dresden an die Erbengemeinschaft nach Gustav von Klemperer restituiert. Die Figur konnte dank einer Abbildung auf einem Probedruck, der im Vorfeld der Herausgabe des Sammlungskataloges von 1928 entstanden war, eindeutig identifiziert werden. Im Juli 2011 gelangte dieses Porzellan als Schenkung von Lynne Howse, einer in Südafrika lebenden Urenkelin von Gustav von Klemperer, wieder in die Porzellansammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Diese Figur

1943 wurden die Holzkisten, die die Porzellansammlung Gustav von Klemperer enthielten, in das zwischen Dresden und Bautzen gelegene Schloss Rammenau ausgelagert, um sie dort vor Kriegs­einwirkungen zu schützen. Die von Osten vorrückenden Truppen der Sowjetunion machten in den ersten Monaten des Jahres 1945 eine weitere Verlagerung der Kunstgegenstände nötig. So wurden einige östlich der Elbe gelegene Auslagerungs­depots geräumt. Im Zuge dieser erneuten Verlagerung wurden auch die Kisten, die die Porzellansammlung Gustav von Klemperer enthielten, aus Schloss Rammenau abtransportiert und auf verschiedene Auslagerungsdepots verteilt. Einige Kisten nahmen ihren Weg über Dresden.

Foto, vier Fragmente der Figur des Hippomenes mit Rußspuren
© Adrian Sauer
Fragment der Figur des Hippomenes Modell Johann Friedrich Eberlein, Meissen, 1741-1747

1943 wurde die Holzkisten

So verließ auch jene Kiste, in der sich neben vielen anderen Porzellanen die kleine Figur des Hippomenes' befand, Anfang Februar 1945 Schloss Rammenau. Der Lastwagen, der diese und weitere Kisten mit Porzellan der Sammlung Gustav von Klemperer geladen hatte, machte einen Zwischenstopp im Hof des Dresdner Residenzschlosses. Im Bombardement vom 13. auf den 14. Februar 1945 wurde der im Schlosshof abgestellte Lastkraftwagen zerstört. 1953 konnten einzelne Porzellane aus der Sammlung Gustav von Klemperers als Scherben im Hof des Schlosses geborgen werden.

© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Porzellansammlung
Probedruck für den Sammlungskatalog, Blatt 44
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