Projektziel
Ziel des Projekts „Joining the Shards“ ist es, die Kompetenzen von Fachkräften in Museen und kulturellen Einrichtungen im Bereich der Konservierung keramischer Artefakte – insbesondere solcher, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind – sowie die Bildung und Vermittlung zum kriegsbedingt verlorenen oder beschädigten keramischen Kulturerbe zu stärken.
Innovative Methoden und moderne Technologien in der Keramikrestaurierung stehen im Mittelpunkt des Projektansatzes. Zugleich werden die Kompetenzen von Museumsmitarbeitenden gestärkt, die Geschichten kriegsbeschädigter Keramiken wirkungsvoll zu vermitteln und das Publikum aktiv daran teilhaben zu lassen. Darüber hinaus sieht das Projekt die Entwicklung einführender Leitlinien zur Konservierung kriegsbetroffenen keramischen Kulturerbes vor. Zudem werden Möglichkeiten erarbeitet, bisher nicht ausgestellte Kulturgüter mit Bezug zu diesen Fragestellungen in Dauer- und Sonderausstellungen einzubinden und diese Ansätze künftig interessierten Museen zugänglich zu machen.
Sechs Partner sind am Projekt beteiligt:
Jede Institution bringt einzigartiges Fachwissen in die Zusammenarbeit ein – von Konservierung und Forschung zu Restaurierungstechnologien bis hin zur Entwicklung neuer Erzählungen für die Vermittlung und Aktivitäten zur Publikumsbindung.
Im Laufe von zwei Jahren werden die Partner gemeinsame Workshops, Fachschulungen, Studienbesuche und technologische Pilotprojekte durchführen. Zudem entwickeln sie neue narrative Ansätze für die Vermittlung von Sammlungen, erproben innovative Konservierungsmethoden und testen neue Wege, um Besucherinnen und Besucher stärker einzubeziehen.
Diese Initiative entstand aus dem Bedarf heraus, fachliches Konservierungs-Knowhow mit modernen Ansätzen der Kommunikation und Ausstellungsgestaltung zu verbinden. Von Konflikten betroffenes keramisches Kulturerbe ist oft schwer zu interpretieren, wird selten öffentlich ausgestellt und für Bildungszwecke nur unzureichend genutzt. Gleichzeitig eröffnen Fortschritte in den Bereichen Konservierung, Digitalisierung und narrative Vermittlung den Museen völlig neue Möglichkeiten. Dieses Projekt verbindet berufliche Bildung mit dem Schutz des Kulturerbes. Gleichzeitig stärkt es das europäische kulturelle Gedächtnis. Bei der Konservierung geht es nicht allein um die Rettung von Objekten, sondern ebenso um die Wiederherstellung von Geschichten. Damit verbunden sind Emotionen und Bedeutungen, die den zeitgenössischen Dialog über Erinnerungen, bewaffnete Konflikte und das gemeinsame europäische Kulturerbe fördern können.
Das Projekt „Joining the Shards – Weiterbildung von Museumsfachkräften zur Aufwertung und Vermittlung des von Kriegen betroffenen keramischen Kulturerbes der EU“ wird von der Europäischen Union im Rahmen des Erasmus+-Programms kofinanziert.